Kipferl-Alarm

Alle Jahre wieder: Kipferl-Alarm

Vanillekipferl
So ein Genuss: Meine Vanillekipferl mit dem feinen Aroma der Tonkabohne

Vanillekipferl mit dem gewissen Extra

Alle Jahre wieder bekomme ich in der Adventszeit leckeres Weihnachtsgebäck von Freunden, Nachbarn und Verwandten geschenkt. So schmuggle ich mich erfolgreich an der eigenen Weihnachtsbäckerei vorbei. Nicht allerdings an meinen geliebten Vanillekipferln, die macht niemand so gut wie ich – denke ich wenigstens mal. Tatsache ist: das Rezept ist ganz einfach, und eigentlich gar kein besonderes. Aber ich verrate Ihnen jetzt mal einen simplen Trick, wie aus meinen Kipferln die allerbesten werden.

Echtes Aroma macht’s

Ich nehme für den Teig kein wie auch immer hergestelltes Vanillearoma sondern echtes Vanillemark aus der Schote – Bourbon Vanille ist die aromaintensivste. Aber das allein machen ja viele.

Geschmack aus der Tonkabohne

Ich allerdings füge dem Teig noch einen Hauch gemahlene Tonkabohne bei. Die Tonkabohne ist als Aromageber wegen ihres Gehalts an Cumarin nicht unumstritten(*), aber das Aroma, das sie uns schenkt, überwältigend. Vor allem beim Backen. Was schon mit dem Duft aus der Röhre verspricht, erfüllt der Geschmack: HERRLICH!

Die Zutaten:
  • 400 gr. Mehl
  • 160 gr. Zucker (gerne auch vanillisiert)
  • 350 gr. kalte Butter (in möglichst kleinen Flocken)
  • 4 Eigelb
  • 200 gr. Mandeln (geschält und fein gemahlen)
  • 2 Vanilleschoten (das Mark auskratzen)
  • 1 Prise Salz
  • Eine Prise geriebene Tonkabohne
So geht’s:

Mehl, Zucker, die Butterflöckchen, das Eigelb und das Mandelmehl mit dem Knethaken in der Küchenmaschine oder mit dem Handrührgerät zu einem homogenen Teig verarbeiten.

Teilen Sie den Teig in vier Portionen, formen sie daraus jeweils eine Rolle und wickeln sie diese einzeln in Frischhaltefolie. Der Teig im Kühlschrank gut durchkühlen.

Nach wenigstens 2 Stunden können sie die Teigrollen Portion für Portion aus dem Kühlschrank nehmen und schnell verarbeiten, indem sie kleine Teigrollen formen und diese in Kipferlform bringen.

Auf ein Blech mit Backpapier legen und im vorgewärmten bei 160°C (Umluft) etwa 15 Minuten backen. Schauen Sie einige Minuten vor Ende der Backzeit in den Ofen, die die Kipferln sollen nicht braun werden!

Noch warm wälzen Sie das Gebäck in einer Mischung aus einer 1:1 Mischung aus Puderzucker und selbst aromatisiertem Vanillezucker. Nach völligem Abkühlen kommen die Kipferl zur Aufbewahrung in eine gut verschließbare Dose. Aber wundern Sie sich nicht, wenn sie schon vor den Weihnachtstagen alle stibitzt sind!

Vanillezucker selbstgemacht. Ein Genuß!
Vanillezucker selbstgemacht. Ein Genuß!

 

(*)Lesen Sie hierzu unseren Beitrag über die Tonkabohne.

 

Hefeschnecken Kuchen CHINOIS – Style

Hefeschnecken-Kuchen Chinois-Style

Wer öfters mal in meinen Blog schaut, dem wird nicht entgangen sein, dass mich das Backen von Hefegebäck immer wieder fasziniert. Leckere Rezepte mit Hefeteig finden sich unter der Kategorie „Backlink“.

Brioches, Zöpfe, Rosinenbrötchen … ich finde Gefallen an diesen herrlich luftigen Backwaren, die immer gelingen, wenn man einige Grundregeln beachtet, die nötige Zeit des Wartens mitbringt und – wenn man nur die richtige Rezeptur in die Hände bekommt.

Erst kürzlich schickte mir eine Freundin das Rezept für einen CHINOIS, einen Kuchen aus Hefeschnecken, gefüllt mit einer Creme (*), auf das sie schwört. Vielleicht zur besseren Verständlichkeit: Der Chinois – der Klassiker – kommt aus Frankreich, ist ein Kuchen aus Schneckennudeln – eigentlich ein Brioche-Teig – die nicht einzeln gebacken, sondern zusammen in eine runde Kuchenform gesetzt werden, mit einigem Abstand, sodass sie genügend Platz haben, schön aufzugehen. Schon nach ein paar Minuten in der Röhre beginnt das wunderbare Wachstum, dem man praktisch zuschauen kann, und endet nach etwa einer halben Stunde, dann nämlich haben sich die einzelnen Schnecken dicht zusammen gekuschelt und eine schöne, goldgelbe Farbe angenommen.

(*) Gefüllt wird der Chinois traditionell mit einer Crème Pâtissière, da ich aber oft nicht allzu viel Zeit habe, gehe an die Sache eher locker heran und lasse mir für die Füllung immer etwas Neues, Einfacheres einfallen. Davon aber später mehr.

 

Dieser Hefeschnecken Kuchen mit einer Füllung aus Puderzucker, Butter, Zimt und Tonkabohnen war ratzfatz aufgefuttert.

Chinois

Aber mal langsam, von Anfang an.

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Bester Waffelteig

Waffelteig – So werden Waffeln besonders lecker.

Manchmal, vornehmlich an kalten, verregneten Tagen wie heute, an denen man sich am liebsten nur zu Hause verkriechen möchte, kann ich der Lust auf eine warme, frisch gebackene Waffel einfach nicht widerstehen. Dann krame ich mein Waffeleisen aus den Tiefen des Küchenschranks hervor und werfe alle Bedenken, ob ich mir denn das eigentlich nicht eingeplante Plus an Kalorien besser sparen sollte oder gar müsste, über Bord. Nein, auf diesen Genuss kann und will ich in diesem Moment einfach nicht verzichten! Auch wenn ich mich nun selbst fragen muss, ob ich denn noch alle an der Waffel habe!

Mein Waffel Lieblingsrezept

Bester Waffelteig
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Brioche

Meine Lieblings-Brioche. Très française!

Eine Brioche ist etwas süßer als ein reiner Hefezopf, insgesamt vielleicht ein wenig eleganter. Dieser ganz besonders. Nicht in der Erscheinung, aber in Geschmack und Mundgefühl – es ist fast so, als würde man in eine Wolke beißen. Alles in allem: unglaublich saftig und unverschämt lecker. Unverwechselbar französisch eben.

Dies ist ein Rezept für eine normal große Kastenform. Wer auf den Geschmack kommt, wird bald die glorreiche Idee haben, die Mengenangaben zu verdoppeln, und gleich zwei Formen zu füllen. Diese Brioche lässt sich nämlich auch prima einfrieren.

Brioche backen

 Einfach französisch – einfach gemacht.

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Hefezopf & Co.

Hefezopf und Co.

Um gleich zu Anfang, liebe Leser, eventuell aufkommenden Missverständnissen zu begegnen: Ich bin KEIN Backfreak! Eine Torte habe ich noch nie gebacken, geschweige denn kunstvoll verziert. Ein Rührkuchen, ein Bisquitboden, ein Käse- oder Nusskuchen steht gelegentlich auf dem Programm (weil ich solches Backwerk immer mal wieder gerne esse), meine wahre Liebe aber gehört Hefegebäck in jeglicher Form. Zum Beispiel als Hefezopf, als Brioche oder als Rosinenbrötchen. Letzteres zum gemütlichen Frühstück an Wochenenden, als kleiner Snack zum Mitnehmen ins Büro oder auf einer längeren Autofahrt.

Dabei war noch bis vor kurzem die Vorstellung, beispielsweise einen Hefezopf selber zu backen, undenkbar.

Auch nach vielen, vielen Jahren noch hatte ich die Vorstellung im Kopf, dass die Herstellung eines Hefeteigs eines der schwierigsten Unterfangen sei, das einer Freizeitbäckerin begegnen könne. Frischhefe, lauwarme Milch, Vorteig…. das schien mir jahre-, ja jahrzehntelang, einfach zu kompliziert. Genährt wurde diese Vorstellung auch dadurch, dass ich mich nicht daran erinnere, als Kind zu Hause jemals ein selbstgebackenes Hefegebäck gegessen zu haben. Und meine Mutter war ansonsten eine recht gute Bäckerin.

Warum ich mich dann doch daran gewagt habe? Weil ich, auch in der Bäckerei meines Vertrauens, nicht das Rosinenbrötchen, den Hefezopf bekomme, das oder der mir wirklich schmeckt und Lust auf mehr, auf viel mehr macht. (Und sie können mir glauben, ich habe viele Adressen ausprobiert.)

Irgendwie schmeckten die Teile, wenn  sie nicht ganz und gar strohig sind, dann doch irgendwie fade. Ohne richtigen Pfiff. Die einzige, wirklich gute Variante eines Rosinenbrötchens beispielsweise, stammte von „Zeit für Brot“ in Frankfurt. Wenn ich gelegentlich mal in der Stadt und in der Nähe war, habe ich dort eingekauft, aber wegen ein paar Rosinenbrötchen extra kilometerweit zu fahren, erschien mir dann doch etwas zu viel des Guten.

Mit einem klassischen Hefezopf fing alles an

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